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Sustainable Mindset

Was ist ein Sustainable Mindset?

Mindsets gibt es heute viele: das Mindset der Achtsamkeit, das finanzielle Mindset und so weiter und so fort.

Der Begriff Mindset ist in aller Munde. Zu Recht, wie ich finde. Was bedeutet er denn im Kontext mit Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ist durch die Protestaktionen der Fridays for Future Bewegung, durch die Diskussionen in den Medien und in der Politik und in der Geschäftswelt das Thema Nummer eins. Oft habe ich das Gefühl, dass die Debatten um Nachhaltigkeit und Klimawandel einerseits sehr emotional geführt werden, und dass sie andererseits sehr sachlich-wissenschaftlich behandelt werden. 

Wie ist es möglich, dass jeder Mensch seinen persönlichen, nachhaltigen Lebensstil findet? 

Aktiv werden können wir alle auf viele Arten: Zero Waste, No-Poo (kein Shampoo verwenden), bei Fridays for Future oder bei der Gemeinwohlökonomie mitwirken. Ob und bei welcher Bewegung Du mitmachst, ist egal. 

Am Anfang steht immer das Anfangen selbst: in welchen Bereichen kannst Du starten? Welche Themen liegen Dir, wo möchtest Du experimentieren, ausprobieren, Erfahrungen machen?

Das und vieles mehr bildet Dein persönliches Sustainable Mindset, mit dem Du zunächst Dich selbst begeisterst und nach und nach auch andere. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. 

Sei kreativ, sei neugierig, sei einfach Du selbst. 

Bewahre Dich gleichzeitig davor, im Meer der guten Ambitionen für eine bessere Welt zu ertrinken. Wir Menschen können und müssen in Sachen Klimawandel auf so vielen Ebenen aktiv werden:

  • Klimawandel
  • Artenschutz
  • Biodiversität und Bodenschutz
  • Menschenrechte und Globalisierung
  • CO2 Emissionen
  • Abfallkrise
  • Altersarmut
  • Tierwohl und Tierschutz
  • Gleichberechtigung am Arbeitsplatz / Gleiche Chancen für Alle
  • Faire Handelsbeziehungen (global)
  • Integration von Menschen aus fremden Ländern in unser Land

Es ist so viel, dass es einen manchmal geradezu erschlägt. Lass Dich nicht erschlagen. 

Impuls: 

Am besten findest Du ein Fokus-Gebiet, wenn Du das Thema im Familien- und Freundeskreis besprichst. Besprichst und nicht diskutierst. Die oben genannten Themen sind fast alle Pulverfässer und jede(r) hat dazu irgendeine Meinung. Diskussionen werden Dich eher entmutigen als dass sie Dir Power fürs Machen geben. Daher: sprich mit Mitmenschen darüber und mache danach eine Liste, mit Deinen Top 5 Herzensthemen, die Du dieses Jahr angehen möchtest. 

Step by step. Kleine Schritte – großer Impact.

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Nachhaltig Essen & Trinken

5 Gründe, warum Du Soda Zitron lieben solltest

Warst Du schon einmal im Urlaub in Österreich und hast in den heißen österreichischen Sommermonaten nach einer zünftigen Mahlzeit vom Kellner ein Lemon Soda oder Soda Zitron serviert bekommen? Das gesunde, da alkoholfreie, Getränk ist in Österreich unglaublich beliebt und hier in Deutschland wird es gerne einmal mit normaler Limonade verwechselt – was es aber definitiv nicht ist. Das Soda Zitron ist ein sprudelnder Superheld. Wofür es alles gut ist, erkläre ich Dir in den folgenden fünf Gründen, warum Du Soda Zitron lieben solltest:

Foto: Yuki Hayashi
  1. Soda Zitron sorgt für ausreichend Flüssigkeitsaufnahme
    Ob nun an heißen Sommertagen oder im kühlen Herbst: wir Menschen müssen ausreichend Flüssigkeit zu uns nehmen, oder wie dehydrieren. Darunter leiden unsere Organe, unsere Haut, kurz: unser gesamter Körper wird schlaff, wenn wir nicht genug Wasser trinken. Das sprudelige Zitronenwasser macht dies um ein vielfaches angenehmer und erfrischender. Holen wir uns den Sommer einfach immer wieder in einem Glas zurück auf den Tisch und in den Körper!
  2. War spät gestern? Bekämpfe den Kater mit Soda Zitron
    Durchzechte Nächte machen sich am Morgen danach auch in Form von Dehydrierung bemerkbar. Hier hilft ein Glas Soda Zitron dabei, den Wasserhaushalt im Körper wieder in die Balance zu bringen. Finger weg von reinem Zitronensaft, denn zwar kann er müde Geister wieder munter machen, jedoch ist er nicht gut für den Zahnschmelz!
  3. Zu viel, zu fett, zu spät gegessen… Bauchweh und Völlegefühl-Alarm!
    Gerade an Festtagen schlemmen wir gerne: ob Ente, Rotwein, Süßigkeiten & Co. Das alles in Kombination mit wenig Bewegung an der frischen Luft sorgt dafür, dass unser Körper – und insbesondere unser Magen – auf Hochleistung arbeiten muss, obwohl er das gar nicht kann. Oft wird nach schweren Gerichten wie Weihnachtsgans, Ente & Co. ein alkoholischer Digestif (Verdauungsschnaps) gereicht. Wem das zu viel ist, gerade auch in Kombination mit Wein: ziehe dem Schnaps einfach Soda Zitron vor und sinke anschließend entspannt in den Sessel. So macht Schlemmen und Entspannen gleich wieder viel mehr Freude!

    Die ersten drei Tipps haben Dir jetzt also schon einmal gezeigt, wie Soda Zitron durch die super Zitronenpower Deinen Wasserhaushalt, Stoffwechsel und Magen aufräumen kann. Das liegt vor allem an den Kombi-Eigenschaften von Vitamin C (aus der Zitrone) und Natron (aus dem Sodawasser). Im Gegensatz zu normalem Sprudelwasser enthält Sodawasser wesentlich mehr Natron. Weiter unten teile ich mit Dir mein super-einfaches Rezept für Soda Zitron, das Du mit wenigen Alltagszutaten in weniger als 5 Minuten zu Hause zubereiten kannst.

    Jetzt möchte ich Dir aber noch drei weitere Geheimnisse in Sachen Soda Zitron lüften. Wusstest Du, dass dieses Getränk auch für schöne Haut und gute Laune sorgt? Lies weiter, was es mit der Beauty- und Mood-Superpower dieses Getränks auf sich hat:

  4. Sauer macht nicht nur lustig, sondern auch schön
    Soda Zitron ist eine kleine Beautywaffe: Das in der Zitrone enthaltene Vitamin C in Kombination mit Antioxidantien kann bei der Bekämpfung von Akne und Mitessern unterstützend wirken. Eine liebe Freundin hat die Erfahrung gemacht, dass das Natron im Soda Zitron auf Grund seiner basischen Eigenschaften, den Darm entsäuert und der Akne so den Nährboden entzieht. In Kombination mit der unter Punkt 1. genannten Flüssigkeitszufuhr sorgt es für reinere Haut und einen ebenmäßigeren Teint. HINWEIS: diese Aussage beruht auf persönlichen Erfahrungen und ist kein Ersatz für eine medizinische Aknetherapie und ist auch kein Heilversprechen!
  5. Wenn Dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade draus
    Ja, dieser schöne Spruch hat’s in sich! Die Natur hat sich schon etwas dabei gedacht, Zitronen so ein fröhliches Gelb zu schenken. Nicht nur der Anblick der knalligenFrüchte hellt die Stimmung auf, sondern wirkt auch das darin enthaltene Vitamin C als ein wahrer Powerbooster im Kampf gegen Stimmungstiefs. Natürlich hilft ein Glas Soda Zitron ab und an nicht viel, aber regelmäßig Saft aus der gelben Energiefrucht Zitrone kann Dir helfen, den Winterblues zu bekämpfen. Nicht umsonst gilt Gelb in der Farbsymbolik als Farbe der Freude, die den Geist beflügelt. Etwas besseres können wir uns im Herbst gar nicht wünschen, oder?
Foto: Yuki Hayashi

Fazit:

Soda Zitron verdient wesentlich mehr Aufmerksamkeit als es hierzulande aktuell genießt. Wir können uns durch ganz einfache Hausmittel wie Soda und unbehandelte Zitrusfrüchte wie Zitronen besser fühlen, unserem Körper und unserer Seele etwas Gutes tun, in dem wir die Kombination aus der sauren Zitrusfrucht (Vitamin C-Bombe, vollgepackt mit Antioxidantien) und Natron (verdauungsfördernd und regenerierend für unseren Körper nach langen, alkoholdurchwirkten Nächten und schweren Speisen) für uns entdecken und nutzen. Sich etwas Gutes tun ist einfach, preiswert und nachhaltig. Ein weiterer, unschlagbarer Vorteil von selbst gemachtem Soda Zitron ist:

Du weisst zu 100% was drin ist – weil Du es selbst gemacht hast. Keine Überprüfung von Inhaltsstoffen notwendig. Selbermachen ist transparent, nachhaltig, spart Geld und macht einfach Spaß.

Hier bekommst Du nun noch von mir das Rezept für ein einfaches, leckeres und gesundes Soda Zitron:

Kennst Du Soda Zitron bereits? Oder hast Du das Rezept gerade erst durch meinen Artikel kennengelernt und ausprobiert? Mich würden Deine Erfahrungen interessieren. Lass mir einen Kommentar da und wenn Du Fragen hast: immer her damit 🙂

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Nachhaltig Essen & Trinken Nachhaltiger Lebensstil

Weihnachten in Wisconsin (mit Rezept)

Im mittleren Westen der USA sind die Winter kalt, schneereich und scheinen nie enden zu wollen. Aus dieser Gegend stammt mein Freund, der seine Kindheit im ländlichen Wisconsin verbracht hat und auf einer Farm aufgewachsen ist. Die Familie hielt Hühner und auch einige Pferde, die – falls der Motor bei eisigen Temperaturen einmal nicht anspringen wollte – auch als Transportmittel dienten, um dringende Besorgungen zu erledigen. Der Bundesstaat Wisconsin ist übrigens das Herzland der amerikanischen Milchproduktion, weswegen er oft “Dairyland” genannt wird. Kein Wunder, dass mein Freund immer etwas traurig ist, wenn wir nicht genug frische Milch im Kühlschrank haben 😉

Die ersten Siedler, die im 19. Jahrhundert aus Deutschland, Norwegen und Polen kamen, brachten ihre Bräuche und Traditionen in die neue Welt. Insbesondere die deutschen Einwanderer haben Wisconsin geprägt: bis heute sind Bratwürste und Sauerkraut unglaublich beliebt und sogar McDonalds hatte dort für kurze Zeit Bratwürste (genannt “brats”) im Angebot!

In der klirrenden Kälte des mittleren Westen erfreute sich also die Familie meines Liebsten an Weihnachten an einem leckeren Braten, serviert mit einer liebgewonnenen Beilage, die in den USA sehr bekannt ist, aber hierzulande kaum einer kennt: Stuffing.

Wie der Name bereits erahnen lässt, wird “Stuffing” (dt. Füllung) in Amerika zunächst an Thanksgiving dafür verwendet, um den Truthahn damit zu befüllen. Da die Weihnachtssaison in den Vereinigten Staaten schon mit Thanksgiving anfängt, wird Stuffing an den Weihnachtsfeiertagen einfach noch einmal zubereitet, oft auch als Hauptgericht, ganz einfach weil es so lecker ist.

Stuffing ist in seiner Konsistenz dem deutschen Semmelknödel nicht unähnlich, jedoch wird das Gericht nicht in Form von Knödeln zubereitet, sondern ausgebreitet in einer Ofenform gebacken. Diese Zubereitungsform ist auch die Lieblingsvariante meines Liebsten.

Foto: Catharina Zeise https://fit-weltweit.de/

Das erste Mal bereitete er dieses köstliche Comfort Food an Weihnachten 2014 zu und seitdem kann ich mir ein Weihnachten ohne Stuffing nicht mehr vorstellen. Ob nun, wie damals mit Ente, oder wie letztes Weihnachten mit vegetarischen Kohlrouladen: es ist immer wieder ein Genuß und der Duft, der während des Backvorgangs aus dem Ofen strömt, bringt uns alle Jahre wieder in richtig schöne Weihnachtsstimmung 😉

Der Zauber dieses herzhaften und wärmenden Gerichts liegt in den weihnachtlich angehauchten, aromatischen Gewürzen und Zutaten:

Muskat, Piment, Rosmarin, Thymian, Zimt, Cranberries und ein roter Apfel sorgen nicht nur in der Nase für Wohlbefinden, sondern auch Dein Gaumen wird sich über diese weihnachtliche Komposition freuen.

Bist Du bereit, die “Magic of Stuffing” selbst zu probieren? Na dann, auf gehts!

Foto: Catharina Zeise https://fit-weltweit.de/
Foto: Catharina Zeise https://fit-weltweit.de/

Hier das Rezept mit der Lizenz zum Nachkochen:

Zutaten:

10-12 Scheiben Brot, gewürfelt (ca. 6 Tassen). Es ist möglich, verschiedene Brotarten zu mischen: Weissbrot, Toast, Vollkorn- oder Maisbrot

1 1/2 EL Olivenöl

1 EL Butter

2 Knoblauchzehen – fein gehackt

3 Staudensellerie-Stangen fein gehackt (Blätter auch verwenden!)

1/4 TL Muskat (gemahlen)

1/8 TL Zimt (gemahlen)

1 TL getrockneter Thymian oder 1 EL frische Thymianblätter (gehackt)

1 1/2 TL getrockneter Rosmarin oder 1 EL frischer Rosmrin (gehackt)

1 TL Piment (grob im Mörser zerstoßen)

1/2 Tasse getrocknete Cranberries

1 roter Apfel, gehackt (mit Haut – nicht schälen!)

1 Handvoll Walnüsse (grob gehackt)

2 Tassen Gemüsebrühe

2 Eier (leicht aufschlagen)

Salz zum Würzen

Pfeffer, frisch gemahlen; zum Würzen und Abschmecken

Optional für Fleischesser:

4 Scheiben Bacon – klein geschnitten

Zubereitung:

  1. Ofen auf 135 Grad Celsius vorheizen. Brotwürfel auf einem Backblech verteilen und gleichmäßig rösten, dabei mehrmals wenden. Dieser Vorgang sollte ungefähr 45 Minuten dauern und dient dazu, das Brot komplett von Feuchtigkeit zu befreien, ähnlich wie beim Toasten. Die gerösteten Brotwürfel in eine große Schüssel geben.
  2. Öl in einer großen beschichteten Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, dann die Butter hinzufügen. Nach dem diese geschmolzen ist, Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und bei mittlerer Hitze leicht bräunen. Füge den fein gehackten Sellerie und einen Esslöffel Brühe hinzu, und lasse die Gemüsemischung ungefähr 8 Minuten kochen. Reduziere anschließend die Temperatur und füge gemahlene Muskatnuss, Zimt, Rosmarin und Thymian und Piment hinzu und lass alles kochen, bis das Gemüse weich ist.
  3. Gib die gekochte Gemüsemischung mit dem gerösteten Brot in eine große Schüssel. Füge die Cranberries, Walnüsse und den gehackten roten Apfel hinzu. Gieße die Brühe langsam hinein und mische alles gut durch, so dass alle Brotwürfel gleichmäßig durchfeuchtet sind. Eier dazugeben und weiterhin gleichmäßig vermengen, aber nicht kneten. Mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.
  4. Gib das Stuffing auf ein mit Backpapier ausgelegtes Ofenblech und decke es mit Alufolie zu. Backe das Stuffing bei 160 Grad für ca. 40 Minuten.
  5. Optional: Während das Stuffing im Ofen backt, kannst Du zusätzlich Baconstückchen in der Pfanne anbraten, bis sie gleichmäßig gebräunt sind. Beiseite legen.
  6. Nach ungefähr 40 Minuten Backen, entferne die Folienabdeckung und lasse das Stuffing einige Minuten backen, bis es an der Oberseite schön braun und knusprig ist. Nimm es anschließend aus dem Ofen nehmen und streue die (optionalen) Baconstückchen vor dem Servieren auf das Stuffing.

Zusätzliche Tipps aus unserer Stuffing-Praxis:

  1. Du kannst das Brot in der Nacht zuvor rösten. Bewahre die gerösteten Brotwürfel über Nacht gut in einem luftdichten Behälter und an einem kühlen Ort auf.
  2. Bevorzugst Du Dein Stuffing eher saftig, füge einfach mehr Brühe oder Wasser hinzu.
  3. Für eine vegetarische Version ersetzt Du einfach den Speck durch Pilze.
  4. Alufolie ist nicht sehr nachhaltig. Wir nutzen sie nur noch selten in unserer Küche und wenn wir sie – wie beim Stuffing – benutzen, säubern wir sie nach der Nutzung vorsichtig und verwenden sie wieder.